Grenzgänger Angehörigentreffen

Begleitung von Rückkehrern

Zahlreiche Europäer – unter ihnen viele Deutsche – sind in das Kampfgebiet in Syrien und den Irak gereist. Ihre Gründe, diesen Schritt zu tun, waren vielfältig. Während die einen zum Kämpfen gegangen sind, betonen andere, dass sie humanitäre Hilfe leisten oder nur ihren Glauben frei ausleben wollten. Unabhängig davon, was die erwachsenen Ausreisenden dort getan haben, sind auch Kinder mit in das Gebiet gereist oder sind dort auf die Welt gekommen. In Kämpfen sind viele der Männer gestorben, häufig sind Frauen und Kinder zurückgeblieben.

Viele der heute noch im Kampfgebiet lebenden Europäer sind momentan in Gefangenenlagern untergebracht oder inhaftiert. Bei den meisten ist der Wunsch nach einer Rückkehr nach Europa allgegenwärtig. Ob und wie eine Rückkehr zum jetzigen Zeitpunkt für deutsche Ausreiser möglich ist, beschäftigt in Deutschland viele Instanzen und sorgt für Diskussionen. Nichts desto trotz gibt es aber auch schon Rückkehrer, die hier sowohl selber vor neue Herausforderungen gestellt werden, als auch den Staat und die Gesellschaft vor neue Herausforderungen stellen.

Das Beratungsnetzwerk Grenzgänger bietet auch in diesem Bereich umfangreiche Hilfe und Begleitung an. Ob Sie selber zurückgekehrt sind oder eine Person kennen, die zurückgekommen ist und in Deutschland wieder Fuß fassen will – wir kümmern uns um Ihre Belange und begleiten Sie in diesem Prozess. Neben zahlreichen administrativen Aufgaben, die in dieser Zeit in Angriff genommen werden müssen, ist es uns ein besonderes Anliegen – die psychische Verfassung der Betroffenen berücksichtigend – die Resozialisation in die Wege zu leiten.