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Beratung im Themenfeld Geflüchtete

Wir bieten spezifische Beratung bei Unsicherheiten bezogen auf die Radikalisierung eines Menschen mit Fluchthintergrund an. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Das Beratungsnetzwerk Anschluss ist ein Teilprojekt des Beratungsnetzwerks Grenzgänger. Es dient als Informations- und Beratungsstelle für Ratsuchende, die im Kontext von Migration und Flucht arbeiten oder leben und im Rahmen ihrer Tätigkeit mit religiös begründetem Extremismus konfrontiert sind.

Wir setzen den Fokus auf eine präventive Arbeit, um den Geflüchteten dabei zu helfen Anschluss an die Gesellschaft zu finden und eine Perspektive in Deutschland zu entwickeln. Darüber hinaus ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass die besondere Situation der Geflüchteten nicht von extremistischen Gruppierungen ausgenutzt wird. Mit unserer Arbeit wollen wir außerdem dazu beitragen, dass Vorurteile gegenüber geflüchteten Menschen abgebaut werden.

Das Beratungsnetzwerk Anschluss wurde im Jahr 2017 eingerichtet und profitiert von der langjährigen Erfahrung des Beratungsnetzwerks Grenzgänger im Bereich der Prävention und Deradikalisierung in Nordrhein-Westfalen. Wir beraten Sie ebenfalls NRW-weit in persönlichen Gesprächen und am Telefon.

Bei der Beratung von Angehörigen, Flüchtlingshelfer*innen oder Vormündern durch das Beratungsnetzwerk Anschluss können ebenfalls die Ressourcen des Beratungsnetzwerks Grenzgänger, insbesondere die mehrsprachige psychologische Beratung und Traumatherapie in Anspruch genommen werden.

Gegenwärtige Lage

Menschen mit Fluchterfahrung benötigen besondere Förderung und Unterstützung: etwa die Hälfte aller Kriegs-, Vertreibungs- und Folteropfer leiden unter multiplen Formen der Traumatisierung. Demzufolge bedarf es an therapeutischer Hilfe und flankierender Maßnahmen zur Verarbeitung des Erlebten sowie zur Stabilisierung der Persönlichkeit in dem neuen und für sie ungewohnten Umfeld. Darüber hinaus gilt es, den Verlust der im Herkunftsland zurückgelassenen Bezugspersonen zu kompensieren. Im Verlauf des Asylverfahrens sind die Geflüchteten oft mit Planungsunsicherheiten konfrontiert, was ferner Frust und Enttäuschung hervorrufen kann. Kulturelle und sprachliche Barrieren verstärken ebenfalls den Unmut der ungewissen Zukunft im Aufnahmeland. Zudem können Erfahrungen von Diskriminierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung dazu führen, dass geflüchteten Menschen eine soziale Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen verwehrt bleibt.

Aufgrund der adoleszenzbedingten Herausforderungen innerhalb der Jugendphase sowie der oben genannten Gründe zeigt sich infolgedessen eine gesteigerte Vulnerabilität, welche die Ansprechbarkeit gegenüber extremistischen Ideologien erhöht und den Nährboden für eine Radikalisierung bildet.

Sozialpädagogischer Handlungsansatz und Zielsetzung

Mit Hilfe sozialpädagogischer Methoden werden Angehörige oder Betroffene im Kontext der Geflüchtetenhilfe bedarfsgerecht unterstützt und beraten. Schließlich werden die Mitarbeiter*innen der Geflüchtetenhilfe sowie weitere Akteur*innen im Kontext von Migration und Flucht dazu befähigt, situationsgerecht in Verdachtsmomenten zu agieren.

Beratung

Unser mehrsprachiges und interdisziplinäres Team bietet telefonische und persönliche Face-to-Face-Beratung an. Gerne laden wir Sie hierzu in unsere Räumlichkeiten in Bochum ein oder vereinbaren gemeinsam einen individuellen Termin bei Ihnen vor Ort.

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